Wirtschaftlichkeit des ESER
Perspektive MS SK
Beiträge zur DDR- Geschichte des EinheitsSystem der Elektronischen Rechentechnik (1968-1990)
Rechentechnik der DDR im ESER Der internationale Vertragsrahmen Arbeitsumfeld des ESER in der UdSSR Arbeitsumfeld des ESER in der DDR
Produkte und ROBOTRON-Teams Chancen nach 1990 Beiträge Zeitraum 2009-2013 Bücher und persönliche Notizen 
 
Vorgeschichte der IT der DDR vor 1970

Zur ESER- Startperiode UdSSR/DDR

Systementwurf und Technologie

Wirtschaftlichkeit des ESER

Zwei Architekturlinien
Arbeit mit Prototypunterlagen
Neues auf der  WEB- Site
  

 

Wirtschaftlichkeit des ESER und betriebswirtschaftlicheAspekte 

[überarbeitete und ergänzte Fassung ]

Eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit der ESER- Hauptprodukte im Kombinat Robotron (Zentraleinheiten , Displaysystem EC 7920, Betriebssysteme u.a. ) fällt heute, im Jahre 2007 in vielfacher Hinsicht schwer und birgt die Gefahr von Missverständnissen. Einige Fakten sollen dennoch angeführt werden, da die Wirtschaftlichkeit des ESER eine Besonderheit darstellt. Dazu :

  • der "RGW" ( Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe der osteuropäischen sozialistischen Staaten) war eine Wirtschaftsunion, welche nach dem Muster des sowjetischen Sozialismusmodells und seiner Planwirtschaft organisiert war. Dieses Sozialismusmodell basierte (nach dem Verlassen der "Neuen Ökonomischen Politik-NEP) in der UdSSR  auf ökonomischen Dogmen, welche deutlich von den Lehren von Karl Marx  zum Wert- Gesetz und dem Mehrwertgesetz abwichen. Das Unverständnis der sowjetischen politischen Ökonomie zum Wirken des Marx'schen Wertgesetzes bzw. der Ignoranz dessen objektiver Gesetzmäßigkeiten im ökonomischen Reproduktionsprozess- z.B. der Preisbildung einer Ware- strahlten bekanntlich auch auf die Arbeitsweise aller RGW -Länder aus. Obwohl mit dem Namen von A.N. Kossygin (UdSSR- Ministerpräsident von 1964 bis 10/1980- der Blütezeit der Entwicklung des ESER) die bedeutendste Wirtschaftsreform (nach NEP) in der UdSSR verbunden war, führten die oben angedeuteten Entartungen der sozialistischen Ökonomie auch in dieser Phase zu deutlichen Hemmnissen.    
  • Der RGW  war bzgl. seiner Preise und Währung eine "unabhängige Wirtschaftsinsel", es bestand weder eine Konvertierbarkeit der Währung oder des "Transferablen Rubel" [TRbl] , noch waren Preise mit westlichen Preisen der Höhe nach vergleichbar. Die Wirtschaft der RGW- Länder war von der direkten Wertbildung auf dem Weltmarkt daher abgeschottet. Trotzdem wurden im RGW Preisbildungs-Modelle eingesetzt, die sich am Wertbildungsprozess des Weltmarktes orientierten, wobei als Grundlage dafür ein zeitlicher Versatz ( Durchschnitt der letzten fünf Jahre- s.u.)angewandt wurde.
  • Da seitens der DDR ca. 90% der ESER- Produkte in die RGW- bzw. MRK- Teilnehmerländer exportiert wurden, war deren Valutapreisbildung extrem wichtig. Diese Preisbildung erfolgte auf Basis eines sog. Analogtyp- Vergleichs durch Ermittlung des Analogtyp-Abweichungsgrades :
    • Der Analogtyp eines Erzeugnisses wurde im RCK auf Vorschlag des Entwicklerlandes und nach Beratung im zuständigen Spezialistenrat bestätigt. Dieser Analogtyp musste einem weitgehend vergleichbaren Produkt der Firma IBM (oder bei Peripherie eines anderen Marktführers) entsprechen. Er konnte deutlich älter sein, als das ESER- Erzeugnis. Der Analogtyp musste zu Beginn der ESER- Entwicklung noch im Markt sein, also auch am Ende seiner Marktperiode.
    • Zwecks nachfolgender  Preisbildung wurde ein Analogtyp- Abweichungsgrad ermittelt:  zu einer Anzahl technischer Parameter wurde jeweils der Quotient aus erreichtem ESER- Parameter und Parameter des Analogtyps ermittelt . Jeder Vergleichs- Parameter wurde seiner Bedeutung nach, die dieser beim praktischen Betrieb der Anlage hatte (z.B. Hauptspeichergröße = 14% des Gesamtgewichtes) , gewichtet.
    • Sowohl die konkrete Methodik und der Analogtyp wurden nach Vorbereitung auf Spezialistenebene vom RCK bestätigt. In einem zweiten Schritt wurde der damit ermittelte Analogtyp-Abweichungsgrad als wichtiges Ergebnis eines jeweiligen Entwicklungsabschlusses ebenfalls vom RCK bestätigt!
    • Das Verfahren galt für alle Produkte der ESER- Nomenklatur. Wichtig erscheint es anzumerken, dass insbesondere die geschickte Auswahl älterer Analogtypen eine gute Möglichkeit bot, gute Voraussetzungen für günstige Ergebnisse der nachfolgenden Preisverhandlungen zu schaffen.

    Der Exportpreis (Valutapreis ) wurde in bisweilen anspruchsvollen und langwierigen Export- Importverhandlungen der Außenhandelsbetriebe  mittels des Analogtyp- Abweichungsgrades und der Preise des Analogtyps auf der Grundlage des "Transferablen Rubel" [TRbl], der virtuellen Verrechnungs- Währung der RGW-Bank, gebildet. 1 TRbl entsprach 4,68 M/DDR (und dann nach der Währungsunion der unrealen Größe von 2,34 DM !).

    Die Preisverhandlungen zu den ESER- Produkten der DDR wurden von Verantwortlichen des zuständigen DDR- Außenhandelsbetriebes mit dem jeweils verantwortlichen Außenhandelsbetrieb des Importlandes geführt. Sie wurden begleitet von der Arbeit des Ökonomischen Rates der MRK und den Mitarbeitern der Abteilung Elektrotechnik der Plankommission der DDR.

Frank Seiffert, langjähriger Generaldirektor des AHB "Robotron Export/ Import" erläutert  detaillierter: 

 :

  • Als wirtschaftliches Pendant zum Rat der Chefkonstrukteure wirkte der ökonomische Rat der MRK koordinierend bei der Rahmenplanung und insbesondere bei der Fixierung von Grundsätzen und  Regeln der Preisbildung und des Warenaustausches.  In gewöhnlich halbjährlichen Zusammenkünften von Vertretern aller Mitgliedsländer wurden Beschlüsse und Leitlinien zum planmäßigen Expot und Import der Rechner und ihrer Peripherie, sowie zur Anwendung der Preisklausel abgestimmt. Seitens der DDR stand die Delegation unter Leitung von Dr. Helmut Pieper als zuständigem Abteilungsleiter der staatliche Plankommission (SPK). Sie wurde inhaltlich von Vertretern des  Außenhandelsbetriebs "Büromaschinenexport GmbH"  (BME) / ab 1978 " Robotron Export/Import" getragen, vertreten durch die zuständigen stellv. Generaldirektoren Vera Neumann (bis 1975), Dr. Frank Seiffert (76-83), Rüdiger Sobe (83-87). Im Außenhandelsbetrieb bestand für die Bildung und Verhandlung der Preise eine Preisabteilung unter langjähriger Leitung von Herma Maria Falke.(Foto 2009)

  • Bei Preisverhandlungen zu den ESER- Produkten der DDR kam die RGW Preisklausel zur Anwendung. Diese legte generell für den Handel zwischen den RGW Mitgliedstaaten fest, dass die Weltmarktpreise des Durchschnitts der letzten fünf Jahre anzuwenden seien. Motiv dafür war die Vermeidung der Wirkung von spekulativen und konjunkturellen Schwankungen der kapitalistischen Märkte auf die sozialistische Ökonomie und Planwirtschaft (bei Anerkennung des theoretisch anerkannten Wirkens des Weltmarktes und der Herausbildung von internationalen Preisen aufgrund von Angebot und Nachfrage). Neben dem warenkonkreten Durchschnittswert wurde auch der allgemeine Produktivitätsrückstand im RGW- Raum mit einem bei 2 liegenden Faktor berücksichtigt. Mit diesem Herangehen wurde speziell für das ESER  gleichzeitig auch berücksichtigt, dass die Prototyp- Entwicklungsmethodik generell keine kürzeren Abstände zu aktuellen Analog- Produkten des Weltmarktes zuließ. 

  • Preisverhandlungen vor den jeweils ersten Vertragsabschlüssen wurden bilateral, also mit jedem einzelnen Importland geführt, deren Ergebnisse für alle weiteren Lieferungen galten. Der international übliche Preis des bestätigten Analogtyps war in derartigen Verhandlungen seitens der Außenhandelsunternehmen durch Verträge, verbindliche Angebote usw. zu dokumentieren.  Der im Rat der Chefkonstrukteure festgestellte  Analogtyp-Abweichungsgrad wurde zusätzlich durch länderspezifische Zu- und Abschläge modifiziert, z.B. durch die Besonderheiten der Finanzierung der Betriebssysteme, die wegen der  DDR/UdSSR- Entwicklung keinen expliziten Preis hatten.

Die Preise gegenüber einzelnen Ländern konnten durchaus unterschiedlich sein. Dabei spielte der Zeitfaktor eine Rolle. In ökonomisch liberaleren Länder wie Tschechoslowakei und Ungarn, mit relativ freien Kontakten zu den Anwendern, kam es meist sehr rasch nach Marktfreigabe zu ersten Lieferungen. Dadurch konnten relativ frühe Preisdokumentationen aus dem 5 oder weniger Jahre zurückliegenden Erscheinen der Analogtypen verwendet werden. In der UdSSR erfolgte der Import meist erst nach langwierigen Planabstimmungen und technischen Approbationen, wodurch die hohen Preise der ersten Marktjahre des Analogtyps oft nicht mehr in den 5-jährigen Zeitraum der geltenden Preisklausel fielen. Außerdem konnte die UdSSR durch ihre Stellung als Hauptimporteur einen stärkeren Preisdruck ausüben. Dadurch waren, bei insgesamt sehr hohem Niveau, die Preise mit der UdSSR die relativ niedrigsten.

  • Der Zeitabstand des Exports der Produkte von mehreren Jahren zum deklarierten Analogtyp wirkte sich bei Datentechnik positiv für den Exporteur aus ! Während die Preise anderer Warengruppen in dem festgelegten 5-Jahres Zeitraum gewöhnlich stiegen, blieben hier die Preise von Generation zu Generation gleich oder sanken, trotz meist wesentlich höherer Leistung. So kamen zum Exportzeitpunkt Preise zur Wirkung, wie sie 5 Jahre vorher international üblich waren, obwohl der Analogtyp schon durch einen leistungsfähigeren und preiswerteren Nachfolger abgelöst war.

Die Robotron Exporte in die RGW Länder nahmen eine besondere Rolle bezüglich ihrer volkswirtschaftlichen Effizienz ein. Nicht alle exportorientierten Industriezweige der DDR konnten mit derartigen Exportgewinnen wirtschaften. Warengruppen aus dem Schiffbau, Waggonbau, Werkzeugmaschinenbau u.a. wurden zwar auch in großem Umfang exportiert, aber nicht mit derartigen  Gewinnanteilen. Bei steigender Preistendenz wirkte bei ihnen die Durchschnittspreisbildung über die jeweils letzten fünf Jahre negativ. Daher waren Exporte der Rechentechnik/ Datenverarbeitung für die Bilanz des Außenhandels enorm wichtig.

  • Eine Gewinnrate von über 100% (Expotertragskennziffer 2,0) des Kombinats Robotron wurde im Durchschnittlich über alle RGW-Exporte erreicht, da die Herstellungskosten nur bei ca. der Hälfte des dargestellten, besonderen Preisniveaus lagen. Dass diese Preise bei mehr als dem Zehnfachen des Weltmarktes lagen, war angesichts eines damit erreichten Volumens von ca. 3 Milliarden Mark/ DDR extrem bedeutsam. Es konnten damit Gegenlieferungen von 641 Millionen Verrechnungsrubel (offiziell „Transferabler Rubel“, der bilateral galt) für Waren finanziert werden, deren Preisniveau nicht so stark vom aktuellen Weltmarktpreis abwichen, was den ökonomischen Effekt noch erhöhte.Am Beispiel des ab 1988 in großen Mengen produzierten Bürocomputers  EC 1834, der am ersten IBM PC XT orientiert war, werden die Preisrelationen deutlich. In den Preisverhandlungen mit dem zuständigen Außenhandelsbetrieb der UdSSR – Elektronorgtechnika konnte im Frühjahr 1988 ein Preis von 10.000 Rubel = 46.800 (DDR)-Mark vereinbart werden. Die Produktionskosten lagen mit ca. 24.000 Mark bei der Hälfte. Für den Zeitpunkt der Markteinführung des IBM XT (1981/82)  konnte tatsächlich ein entsprechender Preis von annähernd 10.000 USD dokumentiert werden. Bezogen auf den tatsächlichen Lieferzeitpunkt des EC 1834 (1988) war der IBM/XT schon von seinem Nachfolger IBM/AT abgelöst und der  Markt wurde von IBM kompatiblen Nachempfindungen aus Fernost mit Exportpreisen bei 2.000 Dollar überschwemmt. Ähnlich waren die Relationen bei peripheren Nadeldruckern  aus Sömmerda, deren Preis 1988 mit 1.000 Rubeln (d.h. 4680 M/ DDR Gegenwert bei 2.500 Mark/DDR Produktionspreis) vereinbart wurde. Ein gleichwertiger Drucker wurde aus Japan zu diesem Zeitpunkt schon für 220-230 DM geliefert. Dementsprechend konnten für den Nadeldrucker, der als einziges Gerät aus der Datenverarbeitung auch im Westen in großen Stückzahlen vermarktet wurde, nur ein Exportpreis von 250 DM erzielt werden. Das Ost-West Gefälle betrug in diesem Falle also fast 20:1!

  • Bei der Darstellung der Wirtschaftlichkeit des ESER sind die Leistungen der Kombinats Robotron in Entwicklung und Produktion sehr hoch einzuschätzen. Es wurde nicht nur die Wirkung der Embargopolitik für die Anwendungsbereiche der Volkswirtschaften in Grenzen gehalten. Es wurde auch eine Basis geschaffen, einen wesentlichen, höchst effektiven Beitrag zu den Außenwirtschaftsbeziehungen der DDR zu leisten. Mit einem inländischen Aufwand von ca. 1,5 Milliarden Mark konnten Importe aus dem RGW - z.B. ein Großteil der umfangreichen Erdölimporte aus der UdSSR- getätigt werden, die auf dem Weltmarkt einem Wert von 2 Milliarden DM entsprachen.

  • Im Rückblick auf Dokumente der Zeitgeschichte findet der Leser heute gesamtwirtschaftliche strategische Analysen der DDR- Führung (von 1988), in denen dem Gewicht der ESER Rechentechnik eine extrem hohe Wertigkeit zuerkannt wird- leider im Widerspruch zu anderen politischen Entscheidungen zur Produktstrategie.

 Die oben beschriebenen Ergebnisse  wurden leider auch politisch missbraucht. Insbesondere ab Mitte der 80er Jahre wurde das erreichte Niveau in der öffentlichen Propaganda verzerrt und in den DDR Medien wurde der Eindruck erweckt, dass man in der DDR das Weltniveau erreicht habe, mitbestimme und dabei sei es zu überbieten. In politischen Gremien führte das offenbar sogar zu Wunschdenken und Ignoranz gegenüber der Objektivität. In der Staatsführung begann man scheinbar selbst an die eigene Propaganda zu glauben. Das führte auch zu illusionären Planauflagen, ESER Rechner in das sogen.  "Nicht Sozialistisches Wirtschaftsgebiet" (NSW) zu exportieren, auch in hochentwickelte westliche Industrieländer. Jedoch selbst wohlwollende Handelspartner konnten, unter den Bedingungen des kalten Krieges, keine Abnehmer für Datentechnik aus der DDR gewinnen. Ausnahmen bildeten Lieferungen von Rechnern und Systemen in Entwicklungsländer, die selbst von Embargo betroffen waren. In hochentwickelte Länder gelang lediglich der Export von peripheren Geräten wie z.B. von  Nadeldruckern, allerdings zu den dargestellten unvorteilhaften Bedingungen. Die „Devisenertragskennziffer“ (Selbstkosten zu Exporterlös) des Nadeldruckers betrug (s.o.) nur 0,1! Das lag deutlich unter dem Durchschnitt der DDR Exporte von 0,23 (entspricht dem Richtungskoeffizienten = inoffizielle Kursrelation von 4,27 zur DM). Indem die staatlichen bzw. politischen Führungsgremien Robotron nötigten, dafür Marktarbeit zu leisten und zu derartigen Marktbedingungen in das NSW zu liefern, wurde der insgesamt überragenden Wirtschaftlichkeit des ESER geschadet. 

In der nachfolgenden Übersicht werden einige  Eckzahlen angegeben (Basismaterial  G. Merkel; Betriebsgeschichte K Robotron):

Produktion, Exporte  und Erlöse (siehe Betriebsblatt KRobotron)
1970 1975 1980 1985 1989
Warenproduktion Kombinat gesamt in MIO M 1534 2598 4105 5690 7307
Export SW  in MIO VGW 1) 603 1500 1994 2538 3078
davon Export SW 2)  EC 1040, 1055, 1055M/1056, NEWA, EC 1057 180 450 600 750 900
Export NSW in MIO VM 3) 54 52 82 98 87
Investitionen in MIO M 414 204 203 280 270
Beschäftigte in Tausend Personen 57 60 67 68 68
Nettogewinn in MIO M 854 1060 1325 1786 2385

1) VGW- Valutagegenwert

2) SW- "Sozialistisches Wirtschaftsgebiet"

3) ohne sog. Richtungskoeffizient

Im Rahmen der ESER- Linie erarbeiteten also ca. 10% der Beschäftigten von Robotron, einschließlich Vertrieb, Schulungszentrum, Kundendienst usw. ( bezogen auf 1989 ) ca. 29 % des im Export erzielten Valutagegenwertes!

 

Zusammenfassend :

Über alle RGW-Exporte des Kombinats Robotron gemittelt wurde in der Phase ab ca. 1985 eine durchschnittliche Export-Gewinnrate von über 100% (Expotertragskennziffer 2,0)  erreicht.  Dass diese Preise bei mehr als dem Zehnfachen des Weltmarktes lagen, war für die Bedeutung eines damit erreichten Volumens von ca. 3 Milliarden Mark der DDR sehr willkommen. Es konnten damit Gegenlieferungen von 641 Millionen „Transferabler Rubel“( der  nur bilateral galt) für Waren finanziert werden, deren Preisniveau nicht so stark vom aktuellen Weltmarktpreis abwichen, was den ökonomischen Effekt noch erhöhte .

Insbesondere bei ESER- Zentraleinheiten mit Betriebssystemen (preisinclusive) gelang ROBOTRON eine außerordentlich hohe Export- Rentabilität relativ zum DDR- internen Aufwandspreis des Betriebes, die sich allerdings von den ersten Jahren des Exportes (bis ca. 400%) bis zu den letzten Jahren deutlich absenkte.

© Dr.Jungnickel Stand :15.03.2009